Cyber-Angriffe richtig melden und verfolgen

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Cyber Crime ist, verglichen mit anderen Straftaten, ein noch junges Betätigungsfeld. Polizei und Staatsanwaltschaft sind bislang nur an ausgewählten Standorten gut genug aufgestellt, um Anzeigen- und Beweisaufnahme sowie Strafverfolgung fachgerecht vorzunehmen. Zuständigkeiten werden häufig geändert, Kompetenzen an zentralen Stellen gebündelt. Personelle und technische Ausstattung hinken zwangsläufig der rasanten Fortentwicklung im Cyber Crime hinterher.

Hackerangriffe und Datendiebstahl, beispielsweise in Zusammenhang mit Industrie- oder Wirtschaftsspionage, sollte man nicht einfach auf der nächsten Polizeiwache zur Anzeige bringen. Doch wo findet man kompetente und zuständige Ansprechpartner? Was geschieht, nachdem Anzeige erstattet wurde? Muss der Geschädigte damit rechnen, dass zwecks Beweissicherung zunächst einmal seine Computer abgestöpselt und mitgenommen werden? Ist es möglich, eine vertrauliche Behandlung einzufordern, um Reputationsschäden zu vermeiden, sollte der Datendiebstahl an die Öffentlichkeit gelangen? Muss der Geschädigte möglicherweise selbst mit Strafe rechnen, falls er seine Daten nicht hinreichend gut gesichert hat? Diese und viele weitere Fragen führen dazu, dass Hackerangriffe in der Praxis oftmals erst gar nicht zur Anzeige kommen.

Unser Ziel ist die Erstellung eines Leitfadens zur Beantwortung häufig gestellter Fragen (FAQ). Dies soll den Betroffenen die Entscheidung zu erleichtern, Cyber Crime zur Anzeige zu bringen, die möglichen Folgen besser einschätzen zu können und die richtigen Ansprechpartner zu wählen, um eine kompetente und vertrauenswürdige Bearbeitung zu gewährleisten.